moscow inside / text

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moscow inside ( 2009 -2010)

is a visual portrait of young women and men in their private environments in Moscow. It reflects their particular situations within different social, economic, ethnic and cultural backgrounds.

The vast residential areas on the edge of the city centre, the prefabricated façades and the apparent similarity of the housing projects, block after block, made me curious about what lay behind this uniform exterior.

I wanted to know what life was like inside these buildings, especially for the younger generation, and how they create their own private worlds behind this seeming likeness from the outside. Because of the high cost of housing, many adult children continue to live with their parents for a long time. Often parents or grandparents move to their dachas so that the younger generation can take over the city apartment.

As an outsider, unable to speak the language and carrying my own images of the former Soviet Union, it was important for me to include the face of modern Moscow as well as its historical monuments. They stand out in the public space and represent pride in achievements in technology, space travel and past victories. Huge sculptures such as the Yuri Gagarin monument and Worker and Kolkhoz Woman (Rabochy i Kolkhoznitsa), together with the prefabricated architecture, are reminders of the years before Glasnost and Perestroika and remain part of everyday life in Moscow. They run like a thread through this series.
I juxtapose this public exterior with the private worlds of the people I photographed in their homes. The series offers a glimpse into the lives of a young generation and reveals individuality and difference behind an apparently uniform façade.

My special thanks to Nora Otte and Moritz Dietrich.

moscow inside ( 2009 -2010)

ist ein visuelles Porträt junger Frauen und Männer in ihrem privaten Umfeld in Moskau. Es spiegelt ihre jeweilige Lebenssituation vor dem Hintergrund unterschiedlicher sozialer, wirtschaftlicher, ethnischer und kultureller Prägungen wider.

Die weitläufigen Wohngebiete am Rande des Stadtzentrums, die vorgefertigten Fassaden und die scheinbare Ähnlichkeit der Wohnanlagen, Block an Block, machten mich neugierig auf das, was hinter dieser einheitlichen Oberfläche liegt.

Ich wollte wissen, wie das Leben in diesen Gebäuden aussieht, insbesondere für die jüngere Generation, und wie sie hinter dieser scheinbaren Gleichförmigkeit ihre eigenen privaten Welten schaffen. Aufgrund der hohen Wohnkosten leben viele erwachsene Kinder noch lange bei ihren Eltern. Oft ziehen Eltern oder Großeltern in ihre Datschen, damit die jüngere Generation die Stadtwohnung übernehmen kann.

Als Außenstehende, ohne die Sprache zu sprechen und mit eigenen Bildern der ehemaligen Sowjetunion im Kopf, war es mir wichtig, sowohl das Gesicht des modernen Moskau als auch seine historischen Denkmäler einzubeziehen. Diese prägen den öffentlichen Raum und zeugen vom Stolz auf Errungenschaften in Technik und Raumfahrt sowie auf vergangene Erfolge. Monumentale Skulpturen wie das Juri-Gagarin-Denkmal und die Statue „Arbeiter und Kolchosbäuerin“ (Rabotschi i Kolchosniza) erinnern – ebenso wie die Plattenbauarchitektur – an die Zeit vor Glasnost und Perestroika und sind bis heute Teil des Moskauer Alltags. Sie ziehen sich wie ein roter Faden durch diese Serie.

Ich stelle diesem öffentlichen Erscheinungsbild die privaten Welten der Menschen gegenüber, die ich in ihrem Zuhause fotografiert habe. Die Serie gewährt einen Einblick in das Leben einer jungen Generation und offenbart Individualität und Vielfalt hinter einer scheinbar uniformen Fassade.

Mein herzlicher Dank geht an Nora Otte und Moritz Dietrich.